Ekima Schule braucht Hilfe!

Ein richtiges Schulhaus für diese Kinder

"In der Regenzeit kann hier kein Unterricht stattfinden", sagt der Direktor der Ekima Schule in diesem Video. Wir fragen uns, wie in dieser Schule überhaupt Unterricht stattfinden kann. Der Boden ist aufgeweicht, durch das Dach regnet es rein und Schulmöbel gibt es nicht. Als wir diesen Film unserer lokalen Koordinatorin gesehen haben, war uns klar - hier müssen wir etwas tun!

 

Während unserer letzten Generalversammlung haben wir daher entschieden, unsere Freunde von Misericorde zu unterstützen und für die EP Ekima drei Klassenräume aus Stein zu bauen und mit einem Dach aus Wellblech auszustatten. In dieser abgelegenen Gegend im Hochland von Minembwe/Itomwe sind Häuser aus Stein zwar eher die Ausnahme, aber wer ordentlich lernen will, braucht auch eine ordentliche Schule. 

 

Projektort

Du findest die neue Ekima Schule seit August 2019 auch bei Google Maps wenn du folgende GEO Location Koordinaten eingibst: 4°01'29.6"S 28°42'51.4"E. Hier kannst du den Bau der Schule mit einiger Verzögerung verfolgen. Momentan ist dort das Bild der Bauphase (ca. Juli 2018) zu sehen.

Neuigkeiten aus diesem Projekt:


Großes Herz - Großer Einsatz

Masoso Antoinette bei ihrer Arbeit im Hochland von Minembwe
Masoso Antoinette bei ihrer Arbeit im Hochland von Minembwe

Trotz andauernder Gewalt, Vertreibung und jetzt auch noch Corona setzt unsere liebe Masoso Antoinette jeden Tag von Neuem ihr Leben aufs Spiel, um den Menschen im Hochland von Minembwe/Itombwe im Osten der DR Kongo irgendwie zu helfen. 

 

In den letzten Jahren hat Sie für uns das Kriegskinder Stipendien Projekt gemanagt und eine neue Schule in EKIMA gebaut. Seit dem letzten Herbst ist alles anders. Es gab Überfälle, Plünderungen, Vertreibungen und viele Tote. Manchen Bauern wurden die Kühe gestohlen – und somit die Lebensgrundlage entzogen. Wer die Schuld trägt, das ist im Kongo – wie immer – eine sehr komplizierte Frage, aber am Ende leiden immer die Kinder. 

 

Seit vielen Monaten besuchen nur noch Kinder die Schule, die einen sehr kurzen Schulweg haben, für die anderen ist der Weg zu gefährlich und seit April sind nun auch in dieser sehr abgeschiedenen Gegend die Schulen wegen Corona komplett geschlossen. 

Natürlich ist Masoso Antoinette traurig über diese Entwicklung in Ihrem Land, aber sie lässt sich nicht entmutigen. Sie schmiedet neue Pläne mit neuen Partnern, um irgendwie die dringendsten Probleme zu lösen. Neben vielen kleinen und großen Projekten betreut sie momentan im Auftrag der Barmherzigen Samariter (www.die-samariter.org) eine Gruppe von Kindern die unter starker Mangelernährung leiden. Jeden Morgen steht sie früh auf, kocht einen riesigen Topf mit Porridge und verteilt ihn später an die bedürftigen Kinder und manchmal auch an einige Erwachsene, die sonst nichts zu essen hätten. 

 

 Masoso Antoinette ist ein wahrer Segen für die Menschen im Hochland von Minembwe/Itombwe. Sie ist eine von ihnen, mit guten Verbindungen zu Menschen und Organisationen in aller Welt. Trotzdem ist was sie tut immer noch das, was man als „Grassroots Work“ – also Basisarbeit bezeichnet. Sie ist ganz dicht dran an der Not der Menschen und versucht diese zu lindern und die Kinder zu trösten. 

 

Wir sind stolz darauf Masoso Antoinette zur Mission Kongo Familie zählen zu dürfen und versprechen, dass unsere gemeinsame Arbeit weitergeht, sobald sich die Situation in der Region etwas verbessert hat. 

Juni 2020 - Ernährungsprojekt für Kinder im Auftrag von Samaritans Purse (www.die-samariter.org)
Juni 2020 - Ernährungsprojekt für Kinder im Auftrag von Samaritans Purse (www.die-samariter.org)
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Ohne Frieden kein Fortschritt

Viele Kinder können momentan die Schule nicht besuchen weil der Schulweg nicht sicher genug ist.
Viele Kinder können momentan die Schule nicht besuchen weil der Schulweg nicht sicher genug ist.

 

Im letzten Jahr konnten wir voller Stolz die neue EKIMA Primary School ihrer Bestimmung übergeben. Für 80 Kinder hieß das, endlich ein sicherer, trockener und schöner Ort zum Lernen. Richtige Klassenzimmer mit Schulbänken aus Holz wo vorher nur eine Hühnerleiter war. Die ganze Gemeinde war und ist mega-stolz auf die erste Schule weit und breit aus soliden, selbstgefertigten Ziegelsteinen und einem guten Metalldach. 

 

Im Frühsommer haben wir entschieden diese tolle Schule um ein weiteres Gebäude mit zwei Klassenräumen und einer Toilettenanlage zu erweitern. Die Finanzierung war dank sehr großzügiger Partner und vielen individuellen Spendern schnell auf die Beine gestellt. Im August konnten wir alle benötigten Materialien, die es im Hochland nicht gibt (z.B. Zement, Eisen, Rohre, WC’s einen Wassertank und vieles mehr) in Bukavu kaufen und mit dem LKW zur Baustelle transportieren.

 

Der Plan war die Trockenzeit zu nutzen, um das zweite Gebäude zu errichten und die neuen Klassenzimmer bis Ende Dezember fertigzustellen. Dann kam alles ganz anders. 

 

Unsere großartige Koordinatorin Masoso Bideri verschob ihre Reise ins Hochland mehrfach aufgrund der prekären Sicherheitslage. Voller Tatendrang machte sie sich mit drei Wochen Verspätung auf den beschwerlichen Weg nach Minembwe, dem Verwaltungszentrum des Hochlandes in dem auch EKIMA liegt. Kurz nach ihrer Ankunft dort verschlechterte sich die Sicherheitslage abermals. Masoso berichtete von Angriffen auf die Landbevölkerung durch Mai-Mai Milizen, bei denen es zu Toten und Verletzten kam. Nach wenigen Tagen war die Situation so schlimm, dass viele Menschen aus Angst vor den Mai-Mai die Nächte nicht in ihren Häusern, sondern im Wald verbrachten. Im Laufe der nächsten Tage und Wochen wurden die Überfälle so häufig und unberechenbar, dass viele tausend Menschen in die Stadt Minembwe flohen. Das öffentliche Leben im Hochland kam praktisch zum Erliegen. 

 

Konkret heißt das, die Menschen gehen nicht mehr raus auf ihre Felder oder zu ihrem Vieh; Transporte von und ins Hochland sind praktisch eingestellt und viele Kinder können momentan nicht die Schule besuchen weil der Schulweg nicht sicher genug ist. 

 

Für unser Projekt ist das eine schwierige Situation die unser Team aus Ehrenamtlichen vor wichtige Fragen stellt. Auf der einen Seite wollen wir den Erweiterungsbau so bald wie möglich fertigstellen, auf der anderen Seite steht die Sicherheit unserer Mitarbeiter vor Ort an erster Stelle. Wir haben uns also entschieden die bereits gekauften Materialien sicher einzulagern und je nach Sicherheitslage Tag für Tag neu zu entscheiden welche Arbeiten wir wann ausführen können. So konnten wir trotz Allem bereits die Ziegeln herstellen, den Aushub für das Fundament machen und Natursteine sammeln die ebenfalls für das Fundament gebraucht werden.

 

Diese Situation führt uns vor Augen in welchem Umfeld wir uns engagieren und wie wichtig Friede für unsere Arbeit im Kongo ist. Die ethnischen und politischen Probleme die zu den Kämpfen geführt haben sind für uns kaum zu erfassen und schon gar nicht änderbar. Darum konzentrieren wir uns darauf, wenn irgendwie möglich, den Kindern mit Bildung und Ausbildung zu einer fairen Chance zu verhelfen und so vielleicht ein Bisschen dazu beizutragen die Zukunft in der Region sicherer und friedlicher zu machen. 

 

Wir wünschen uns eine friedlichere Zeit, um den Schulbau bald fertigzustellen und vor allem wünschen wir uns Frieden für unsere Freunde im Kongo. 

Foto Story: Bau der Ekima Grundschule

Im September 2017 haben wir den Startschuss für den Bau der neuen EKIMA Grundschule im Hochland von Minembwe/Itombwe gegeben. Jetzt ist das Projekt fast abgeschlossen und wir haben die schönsten Bilder in einer neuen Foto Story zusammengestellt. 

 

Klick auf die Bilder um sie zu vergrößern und genauer zu schauen was auf den Bildern passiert. 

Wir danken allen Spendern und Unterstützern die uns geholfen haben dieses Projekt in 12 Monaten umzusetzen. Bei einem Sturm im Juli ist das alte Schulgebäude endgültig eingestürzt - also kommt unsere Unterstützung genau zum richtigen Zeitpunkt. 

Ein ganzes Dorf ist auf den Beinen und baut eine neue Schule

Der Neubau der Ekima Schule wurde als Gemeinde-Projekt konzipiert - das ganze Dorf soll also mithelfen, die alte und kaputte Lehmhütte durch eine neue Schule aus Ziegeln mit Türen und Fenstern und mit einem richtigen Metalldach zu ersetzen. 

 

Es waren hauptsächlich die Frauen, die sich um die Vorbereitung des Baugrundstücks gekümmert haben, bevor die Fundamente gelegt werden konnten. Dabei kamen die Natursteine zum Einsatz, die in den letzen Wochen in den Bergen gesammelt und zur Baustelle transportiert wurden. 

 

Ist das Fundament erst fertig gestellt, geht alles ganz schnell. Bis zum nächsten Schuljahr im September 2018 müssen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Keine einfache Sache, aber ein guter Test für unser großes Schulprojekt in Kinshasa.

Ein gutes Fundament für die neue Schule

Schöne Bilder aus dem Hochland von Itombwe/Minembwe. Der Bau der neuen Ekima Schule macht gute Fortschritte. Das Fundament wird hier traditionell aus Natursteinen gemauert und so haben die fleißigen Helfer unseres Partnervereins die nötigen Steine in den Bergen zusammengetragen.

 

Jetzt wartet alles schön säuberlich aufgeschichtet auf den Abtransport zur Baustelle. Das ist natürlich die nächste Herausforderung, da es dort oben nur ein einziges Fahrzeug gibt, das man für solche Transporte mieten kann. Wir sind trotzdem zuversichtlich, dass es in den nächsten Tagen schon weitergeht und wir euch bald ein richtiges Haus mit zwei Klassenzimmern präsentieren können.

Baubeginn für die neue Schule in EKIMA

Ein neues Schulgebäude zu bauen ist in manchen Gegenden im Kongo ein schwieriges Unterfangen. Das gilt besonders für den Neubau der EKIMA Grundschule im Hochland von Minembwe. Die Ziegelsteine wurden schon in den vergangenen Wochen in Eigenleistung des Dorfes hergestellt und in einem Erdofen gebrannt. Stahl für das Fundament, Zement, Wellblech für das Dach und viele andere Materialien mussten allerdings aus dem rund 400 km entfernten Uvira am Tanganjikasee per LKW herangeschafft werden. Der Transport ist besonders schwierig und gefährlich, da es von Uvira bis zur Baustelle im Hochland kaum eine Straße gibt. Die Reise dauert normalerweise 3 Tage. 

 

Darum freuen wir uns besonders, dass alles gut geklappt hat, das Material jetzt vor Ort ist, die Ziegel gebrannt sind und wir in den nächsten Tagen mit dem Bau beginnen können. 


Impressionen

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